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SportTechnik

Fit mit Vibrationsplatte – Tipps für ein effizientes Training

VibrationsplatteFit mit Vibrationsplatte – Tipps für ein effizientes Training

Die Funktionsweise einer Vibrationsplatte ist schnell erklärt. In dem Gerät befindet sich ein Motor, der die Platte in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen werden an den Körper weitergeleitet. Als Ausgleich für die Vibrationen entspannen und spannen sich die Muskeln immer wieder an.
Dieser Prozess erfolgt reflexartig und geht bis in die Tiefenmuskulatur über, welche den Körper stabilisiert.

Positiv für Muskeln und Knochen

Infolge dessen wird nicht nur der Muskelaufbau trainiert. Zugleich erhalten Knochen aufgrund des Trainings den Impuls, neue Substanz zu entwickeln. Dennoch ist die Vibrationsplatte nicht uneingeschränkt empfehlenswert.

Beispielsweise sollten Hobbysportler wissen, dass die Vibrationsplatte auch keine Wunderwaffe ist.

So kann die Muskulatur auch nur dann trainiert werden, wenn diese bereits vorhanden ist. Wer regelmäßig Sport treibt, kann sich vom Training auf der Vibrationsplatte auch eine Leistungssteigerung erhoffen. Sind Anwender hingegen seit vielen Jahren sportlich inaktiv, bewirkt das Training auf der Vibrationsplatte auch keine großen Wunder.

Training mit Vibrationsplatte
Positiv für Muskeln und Knochen

Erst Muskeltraining, danach Vibrationsplatte

Deshalb rät Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule an, zuerst Muskeln aufzubauen und die Platte danach zu nutzen. Anfangs sind die Vibrationen eine starke Belastung für den Körper. Es drohen Schäden, falls die Muskeln den Körper während der Vibrationen nicht stabilisieren können.

Neben Patienten mit Gelenkproblemen wie Arthrosen sollten ebenfalls Träger künstlicher Gelenke vom Training auf der Vibrationsplatte absehen. Gleiche Empfehlungen gelten für neurologische oder rheumatische Erkrankungen, die eine Muskelhypertonie zur Folge haben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte im Zweifelsfall ärztlichen Rat einholen.

Vibrationsgeräte mit breiter Standfläche

Beim Erwerb der Vibrationsplatten ist es sinnvoll, ein Modell mit breiter Standfläche auszuwählen. Diese Standfläche ist erforderlich, um die Übungen stabil auszuführen.
Eine gute Wahl sind Geräte mit Haltestange, die eine gute Stütze für das Gleichgewicht sind. Im Idealfall schwingt eine Vibrationsplatte dreidimensional und dementsprechend nicht nur wippend. Die in Hertz gemessene Schwingungsfrequenz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Der Sportwissenschaftler erklärt diesbezüglich, dass unterschiedliche Strukturen im Körper auch verschieden auf Vibrationen reagieren.

Während Knochen eher eine kräftige und dennoch ruhige Frequenz von 8 bis 10 Hertz benötigen, werden Muskelfasern eher bei 25 bis 40 Hertz aktiviert. Deshalb sind Kaufinteressenten gut beraten, sich vor dem Erwerb der Geräte fachmännisch beraten zu lassen.

Übungen regelmäßig und stehend durchführen

Ist die Wahl auf eine bestimmte Vibrationsplatte gefallen, ist es sinnvoll, das Gerät erst einmal ordentlich aufzustellen. Eine gute Idee ist eine dämpfende Matte, die unter die Vibrationsplatte gelegt wird. Am sinnvollsten ist es, die Übungen für zehn bis 20 Minuten stehend mit leicht gebeugten Hüft- und Kniegelenken durchzuführen.

Übungen regelmäßig und stehend durchführen
Übungen regelmäßig und stehend durchführen

In dieser Position ist die Muskulatur stets unter Spannung. Außerdem fängt der Körper die Vibrationen in dieser Position besser vom Körper ab. Eine geläufige Übung sind Kniebeugen in allen Varianten. Weil Vibrationsplatten in erster Linie untere Extremitäten trainieren, wirkt sich der Trainingseffekt besonders positiv auf die untere Rückenmuskulatur, Gesäßmuskulatur und Beine aus.

Übungen für den Oberkörper sind nur bedingt empfehlenswert

Gelegentlich werden zwar auch Übungsvideos für den Oberkörper empfohlen. Allerdings warnen Sportwissenschaftler bei diesen Übungen zur Vorsicht. Ist bei diesem Training für eine Abfederung der Vibrationen kein starkes Muskelkorsett am oberen Rücken oder den Schultern vorhanden, ist es nicht ausgeschlossen, dass Vibrationen bis in innere Organe oder gar zum Sehnerv vordringen.