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GesundheitWirtschaft

Medikamente in der Apotheke – Eigenmarken vs. Markenhersteller

Medikamente in der ApothekeMedikamente in der Apotheke – Eigenmarken vs. Markenhersteller

Was im Einzelhandel schon längst selbstverständlich ist, gewinnt auch in Apotheken an Bedeutung. Immer mehr Händler akquirieren damit, im eigenen Sortiment sogenannte Eigen- und Handelsmarken zu führen.

Eigenmarken als Ergänzung

Die Vorteile dieser Eigenmarken liegen auf der Hand. Während sich der Wettbewerbsdruck bei klassischen Marken aufgrund der Vertriebsform stetig erhöht, unterliegen Handels- bzw. Eigenmarken nicht diesem Druck.

Im Gegensatz zur Herstellermarke ist die Eigenmarke schließlich nur in einer bestimmten Apotheke im Einzugsgebiet erhältlich.

Die Marke ist jedoch, zumindest anfangs, meist wenig bekannt. Aus diesem Grund ist es nötig die Produkte zu bewerben. Im Internet Vertrieb kann dies jedoch auch einfach über die Preissuche erfolgen, da diese Produkte günstiger sind als die vergleichbaren Markenprodukte. Bei Shop Apotheke wird der Eigenmarke beispielsweise eine ganze Rubrik gewidmet und diese dort vorgestellt.

Medikamente in einer Apotheke
Im Gegensatz zur Herstellermarke ist die Eigenmarke schließlich nur in einer bestimmten Apotheke im Einzugsgebiet erhältlich | Foto: © benjaminnolte #143227125 – stock.adobe.com

Unterschiedliche Geschäftsmodelle

Eine Eigenmarke ist für eine Shop Apotheke oder stationäre Apotheke nur dann interessant, falls diese einer größeren Kooperation angehört. Andernfalls erreichen Apothekenbetreiber durch den Abverkauf nicht die nötige Stückzahl, um die einzelnen Waren zu wettbewerbsrelevanten Preisen zu veräußern. Eine Alternative ist die Zusammenarbeit mit einem Partner, der standardisierte Erzeugnisse individualisiert und gestattet, dass die Label der Apotheke als Aufdruck verewigt werden.

Beide Geschäftsmodelle sind vorstellbar. Der erste Fall ist ratsam, falls die Vereinbarung einen Gebietsschutz innerhalb der Kooperation vorsieht oder die Zusammenarbeit auf eine bestimmte Region beschränkt ist und sich das Label dadurch zu einer Marke wandelt. In der zweiten Situation sollten sich Betreiber der Marken vor Augen führen, dass eine Individualisierung keine Garantie dafür ist, dass die Produkte auch in anderen nahegelegenen Apotheken verkauft werden.

Medikamente über online Apotheke
Eine Eigenmarke ist für eine Shop Apotheke oder stationäre Apotheke nur dann interessant, falls diese einer größeren Kooperation angehört | Foto: © adragan #350331076 – stock.adobe.com

Vorteile von Eigenmarken

Ein Pluspunkt der Eigenmarken besteht darin, dass deren Marge zumeist besser ist und sich die Abhängigkeit von Herstellern, dem Großhandel & Co. dadurch reduziert. Managt eine Kooperationszentrale den Vertrieb, sind gute Voraussetzungen gegeben. Allerdings ist es kein Kinderspiel, eine Apotheke zu führen und sich zudem ausreichend um Markenpflege zu kümmern.

Wer auf Handelsmarken setzt, sollte dieses Prinzip deshalb konsequent verfolgen.

Sanktionen durch Hersteller werden befürchtet, falls eine mit Handelsmarken ausgestattete Apotheke eher mäßig gelistet ist. Doch diese Befürchtung bewahrheitet sich nicht. Schließlich sind genau die Apotheken für Herstellermarken von Interesse, welche genügend Energie und Expertise für eine Eigenmarke haben.

Eigenmarken als Lückenfüller

Schließlich sind Eigenmarken ebenfalls dafür geeignet, um im Sortiment bestehende Lücken zu füllen. Mögliche Lücken beziehen sich auf Produkte, deren Herstellermarken nicht komplett der Positionierung in den Apotheken entsprechen. Außerdem können Eigenmarken die Lücken füllen, für die eventuell gar kein Angebot besteht.

Im Lebensmittelhandel beläuft sich der Anteil an Eigenmarken übrigens auf mehr als 40 Prozent. Dieser Trend betrifft jedoch nicht alle Warengruppen, sondern hauptsächlich Bereiche, in denen es an starken Herstellern mangelt oder deren Produkte von Marken unabhängig vermarktet werden. Diese Tendenz macht sich auch in Apotheken bemerkbar – beispielsweise deshalb, weil Eigenmarken die Marke der Apotheke untermauern.de