Mit ihren Frühlingsboten im Garten zeigt die Natur, wann der Frühling in Deutschland tatsächlich beginnt. Kalendarischer Frühlingsanfang ist der 20. März, doch der meteorologische Frühling beginnt bereits am 1. März. In der Natur beginnt der Frühling jedoch schon früher.
Inhaltsverzeichnis
Wann beginnt der Frühling in der Natur?
Der phänologische Kalender umfasst zehn biologisch begründete Jahreszeiten. Er teilt die Jahreszeiten nach Erscheinungen in der Pflanzenwelt ein. Der Frühling ist nach dem phänologischen Kalender in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling eingeteilt. Jeder Jahreszeit sind bestimmte Zeigerpflanzen zugeordnet.
Der Vorfrühling beginnt, wenn sich die Knospen von Haselnuss und Schneeglöckchen öffnen. Blüht die Salweide, endet der Vorfrühling.
Der Erstfrühling beginnt mit den Blüten von Beerensträuchern, Pflaumen, Kirschen, Birnen, Ahorn und Forsythie.
Weitere Anzeichen für den Vorfrühling sind die sich entfaltenden Laubblätter von Buche und Birke. Blühen Äpfel, Rosskastanien sowie Flieder und entfaltet sich das Laub von Hainbuche und Eiche, beginnt der Vollfrühling.

Tiere als Frühlingsboten
Nicht nur verschiedene Pflanzen, sondern auch einige Tiere kündigen den Frühling an. Kohlmeisen, Blaumeisen und Sumpfmeisen erfreuen in den frühen Morgenstunden mit ihrem Gesang.
Verschiedene Pflanzen wie Tulpen, Winterlinge, Narzissen und Alpenveilchen bereiten sich auf den nahenden Frühling vor. Käfer, Wanzen, Wildbienen und Mückenschwärme sind weitere tierische Frühlingsboten.
Der Hormonhaushalt der Tiere wird über die langsam länger werdenden Tage gesteuert. Das macht sich mit Fortpflanzungsaktivitäten bemerkbar.

Geeignete Kombination von Frühlingsblumen im Garten
Wer sich den Frühling in den Garten oder auf den Balkon holen möchte, kann die geeigneten Frühlingsblumen auswählen und mit anderen Pflanzen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt blühen, kombinieren. Frühlingsblumen sind auch gute Partner für einen Kräutergarten.
Für Balkon und Terrasse eignen sich Pflanzschalen, die mit grünen Laubhölzern und Moos dekoriert werden. Diese Schalen können mit Frühlingsblumen bepflanzt werden. Frühlingsblumen eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen.
Frühlingsblumen aus dem Garten oder vom Balkon sind besser als Schnittblumen geeignet als Blumen aus dem Blumenladen oder dem Supermarkt.
Sie haben keine langen Transportwege hinter sich und können frisch geschnitten werden. Daher sind sie länger in der Vase haltbar. Bei den Schnittblumen aus dem Garten ergeben sich viele schöne Kombinationsmöglichkeiten.
Erste Nahrung für Insekten in der Natur
Bereits im späten Winter oder im Vorfrühling starten viele Insekten in ihre aktive Phase. Voraussetzung dafür ist, dass die Temperaturen über acht Grad Celsius ansteigen. Der Zeitpunkt der ersten Aktivitäten unterscheidet sich je nach Art der Insekten:
- Hummelköniginnen kommen oft schon im Februar aus ihren Winterquartieren
- Wildbienen, insbesondere solitäre Arten, sind teilweise schon im Februar aktiv
- Honigbienen werden meist ab März aktiv, wenn die Temperaturen mehrere Tage hintereinander bei mehr als zehn Grad Celsius liegen
- Schmetterlinge werden meist erst ab März oder April aktiv, doch gibt es einige Arten, die bereits früher gesichtet werden
Um die Insekten bestmöglich bei der Nahrungssuche zu unterstützen, kommt es auf ein vielfältiges Angebot an Blüten an. Viele Frühlingsblumen locken Insekten mit ihrem starken Duft an. Das kommt auch den Pflanzen in der Nähe zugute, die weniger duften und ebenfalls bestäubt werden.
Bienenfreundliche Frühblüher für den Garten
Verschiedene Sträucher blühen bereits im Vorfrühling und sind gut geeignet, um den Insekten die erste Nahrung zu bieten. Schon im Januar bringt die Zaubernuss (Hamamelis) ihre leuchtend gelben, fadenförmigen Blüten hervor. Sie ist eine nützliche frühe Nektarquelle, doch bei Frost ziehen sich die Blüten zusammen.
Eine wichtige Nektarquelle im Winter ist die angenehm nach Vanille duftende Winterblüte, deren gelbe Blüten von Dezember bis Februar erscheinen. Sie benötigt einen windgeschützten, halbschattigen Standort.
Die Kornelkirsche ist für Bienen und andere Insekten eine wichtige Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr. Als einer der frühesten heimischen Frühlingsblüher entfaltet sie ihre Blüten ab Februar oder März, teilweise auch schon früher. Sie ist als Solitärpflanze, aber auch als Hecke geeignet und stellt keine hohen Ansprüche an die Pflege.
Die Winterkirsche blüht wiederholt von November bis April und eignet sich auch für kleinere Gärten. Sie stellt jedoch kein kontinuierliches Nahrungsangebot bereit, da ihre Blüten wetterabhängig sind.
Zwischen November und März blüht auch der Winter-Duftschneeball, der einen angenehmen, dezenten Duft verströmt. Er ist pflegeleicht, bevorzugt einen sonnigen Standort und ist bei milden Temperaturen ein wichtiger Nektarlieferant.














