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Wann ist eine Tierkrankenversicherung sinnvoll?

Wann ist eine Tierkrankenversicherung sinnvoll?Wann ist eine Tierkrankenversicherung sinnvoll? Foto: © FurryFritz #562748187 – stock.adobe.com

Ein oder zwei Impfungen pro Jahr, die Wurmkur oder die alljährlich anstehende Routineuntersuchung: Solche Behandlungen reißen zumeist kein großes Loch ins Budget von Tierbesitzern. Schwieriger ist die Situation jedoch dann, wenn die Tiere operiert werden müssen.
In dem Fall kommen die meisten Tierkrankenversicherungen für einen Großteil dadurch entstehender Kosten auf.

Vorbeugung einer finanziellen Notlage

Eigene Haustiere bereiten den meisten Menschen viel Freude. Doch die Haltung eines Haustiers kostet viel Geld – insbesondere dann, wenn die Tiere schwer erkranken.

Sind Kosten für kleinere Behandlungen oder Routineuntersuchungen zumeist noch überschaubar, geraten Tierbesitzer bei einer langfristigen Therapie oder Operation häufig an ihre finanziellen Grenzen.

Operationen für Hunde oder Katzen kosten oftmals mindestens 2.000 Euro, einschließlich Diagnose sowie Nachbehandlungen.

Langfristige Therapie oder Operation beim Tier
Sind Kosten für kleinere Behandlungen oder Routineuntersuchungen zumeist noch überschaubar, geraten Tierbesitzer bei einer langfristigen Therapie oder Operation häufig an ihre finanziellen Grenzen Foto: © Kadmy #64004653 – stock.adobe.com

Keine gängige Police

Die ist eine hohe Geldsumme für die meisten Menschen. Wer den Betrag problemlos entbehren kann, muss sich nicht zwingend für eine Tierkrankenversicherung entscheiden. Für alle anderen ist die Police durchaus eine interessante Option. Nur wenige Versicherungsunternehmen offerieren Policen für Katzen oder Hunde. Einige wenige Anbieter stellen die Versicherungen ebenfalls für Pferde zur Verfügung.

Zumeist können Tierhalter zwischen einer Vollversicherung oder Nur-OP-Variante wählen. Wer das beste Angebot zum günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte Katzen- oder Hundekrankenversicherung im Test genauer unter die Lupe nehmen.
Während sich Gebühren für Vollversicherungen für Katzen auf 200 bis 500 Euro pro Jahr belaufen, fallen für einen Hund jährliche Gebühren von 400 bis 1.000 Euro an. Varianten, die nur Kosten für Operationen abdecken, kosten in etwa die Hälfte.

Versicherungen für Pferde
Einige wenige Anbieter stellen die Versicherungen ebenfalls für Pferde zur Verfügung Foto: © 135pixels #85948728 – stock.adobe.com

Hohe Preisspannen zwischen einzelnen Tarifen

Preisspannen für die Policen sind relativ groß und variieren je nach Haltung, Alter sowie Rasse der Haustiere. Beispielsweise sind die Gebühren für Hauskatzen geringer als für Freigänger. Außerdem offerieren Versicherungen zum Teil sehr unterschiedliche Servicepakete.

Bei den meisten Tarifen müssen Tierhalter davon ausgehen, dass sie eine Selbstbeteiligung entrichten müssen.

Erfahrungsgemäß gibt es nur wenige Versicherungsangebote, die alle Kosten einschließen. Die Selbstbeteiligung beläuft sich oftmals auf 20 Prozent.

Zahlungen einer Selbstbeteiligung

Oftmals berechnen Versicherungsanbieter die Selbstbeteiligung für Policen, die neben Operationen ebenfalls ambulante oder stationäre Behandlungen, jährliche Routineuntersuchungen, Wurmkuren, Impfungen sowie Kastrationen einschließen.
In einige Vollversicherungen sind zudem dennoch nicht alle Kosten für Tierarztbesuche inkludiert. Beispielsweise gibt es Tarife, die Kastrationen oder Impfungen nicht berücksichtigen.

Zahlungen einer Selbstbeteiligung
Oftmals berechnen Versicherungsanbieter die Selbstbeteiligung für Policen, die neben Operationen ebenfalls ambulante oder stationäre Behandlungen, jährliche Routineuntersuchungen, Wurmkuren, Impfungen sowie Kastrationen einschließen Foto: © Elnur #421838093 – stock.adobe.com

Tierkrankenversicherung – ja oder nein?

Nach einem Vergleich der Konditionen sollten sich Tierbesitzer mehrere Fragen stellen. Beispielsweise sollten Tierhalter hinterfragen, ob eine Vollversicherung oder eine Nur-OP-Police die günstigere Variante ist. Eine Vollversicherung ist zumeist die bessere Lösung, wenn das Tier chronisch erkrankt ist. Möglicherweise nehmen Versicherungsunternehmen die Tiere jedoch gar nicht als „Kunden“ an.

Neben der Überprüfung eines grundsätzlichen Budgets für die Tierkrankenversicherung sollten potentielle Versicherungsnehmer bedenken, trotz der Versicherungstarife mit einer Selbstbeteiligung zu rechnen.

Hinzu kommt, dass die meisten Versicherungsgesellschaften die Tiere nur bis zu einem gewissen Alter versichern. Die meisten Anbieter nehmen Hunde, Katzen oder Pferde nur bis zu einem bestimmten Alter auf, durchschnittlich acht Jahren. Je jünger die Tiere sind, desto geringer sind zumeist die Beiträge.

Den passenden Tarif mit Bedacht auswählen

Wer sich über die Entscheidung für oder gegen die Police nicht schlüssig ist, sollte sich im Zweifelsfall von spezialisierten Versicherungsmaklern beraten lassen. Während Vergleichsportale im Internet einen ersten Überblick liefern, klären Beratungen mit einem Experten alle offenen Fragen.

Gut zu wissen: Erfahrungsgemäß sind die teuersten Versicherungspakete nicht automatisch die Angebote mit den meisten Serviceleistungen. Umso wichtiger ist es, den Tarif auszuwählen, der wie maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Tierbesitzer sowie deren Haustiere ist.