Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu. Im Garten sind noch einige Arbeiten zu erledigen, um empfindliche Pflanzen zu schützen und mit weniger Arbeit in die neue Gartensaison zu starten. Die Pflanzen kommen besser durch den Winter, Tiere können einen Unterschlupf erhalten.
Inhaltsverzeichnis
Die letzten Arbeiten im Gemüsegarten
In den Gemüsebeeten stehen nur noch Grünkohl und anderes Wintergemüse. Der Gemüsegarten erfordert für die Vorbereitung auf den Winter noch einige Arbeiten. Wintergemüse kann mit einer Mulchschicht aus Laub oder gehäckseltem Gartenschnitt ringsum vor starken Frösten geschützt werden.
Im Gemüsegarten fallen noch einige andere Arbeiten an:
- gegebenenfalls den Boden kalken, Kalk nicht gemeinsam mit dem Dünger ausbringen – zwischen Kalkung und Düngung sollte in etwa vier Wochen Abstand gehalten werden
- Rasenkanten abstechen
- Unkräuter und kranke Pflanzenreste entfernen
- unbepflanzte Beete mit Hacke oder Grabegabel auflockern, um eine bessere Durchlüftung zu gewährleisten
- dort, wo im nächsten Jahr Starkzehrer wie Kohl oder Zucchini angebaut werden sollen, Kompost oder frischen Mist ausbringen
Bei einer Kalkdüngung kann der pH-Wert des Bodens wieder in den optimalen Bereich gelangen. Geeignet ist ein pH-Wert von 5,3 und 7, abhängig von der Bodenart.

Schutz für Hochbeete
Vor dem Wintereinbruch sollten Hochbeete abgedeckt werden. So wird die Auswaschung von wertvollen Nährstoffen verhindert. Kranke Pflanzenreste sind zu beseitigen. Gesunde Pflanzenreste werden oberflächlich entfernt, zerkleinert und wieder auf die Erde gelegt.
Um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen und gleichzeitig mit Nährstoffen zu versorgen, wird eine dicke Mulchschicht auf den Boden gebracht.
Das Mulchmaterial wird von Mikroorganismen zersetzt. Am besten eignet sich Laub oder gehäckseltes Stroh zum Mulchen.
Ist kein Mulch vorhanden, kann das Beet mit einer wasserdichten Plane abgedeckt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich keine Pflanzen mehr im Hochbeet befinden.

Zeit für die Herbstpflanzung
Im Herbst können noch Bäume, Sträucher und wurzelnackte Rosen gepflanzt werden. Die Herbstpflanzung hat den Vorteil, dass die Pflanzen bereits anwachsen und gegenüber Pflanzen, die erst im Frühjahr gepflanzt wurden, einen Vorsprung haben.
Auch dann, wenn die Pflanzen mit Wurzelballen verkauft wurden, können sie im Herbst gepflanzt werden, um kräftig in die neue Saison zu starten.
Ist der Boden noch nicht durchgefroren, können auch bis Dezember noch Blumenzwiebeln von Hyazinthen, Tulpen, Narzissen oder Krokussen in die Erde gebracht werden.
Rasen von Laub befreien
Der Rasen sollte vor dem Wintereinbruch zum letzten Mal gemäht werden. Der Rasenmäher wird dazu etwas höher eingestellt. So können die Rasengräser noch Licht einfangen und widerstandsfähiger gegen Moos werden.
Das letzte Laub wird von der Rasenfläche entfernt, um Schimmelbildung zu vermeiden. Auch von Gehwegen und aus Dachrinnen wird Laub entfernt.
Das Laub sollte nicht mit dem Grünschnitt entsorgt werden. Es kann zum Mulchen, aber auch für Überwinterungsquartiere für Igel und andere Tiere verwendet werden.

Empfindliche Pflanzen schützen
Empfindliche Pflanzen müssen vor dem ersten Frost geschützt werden. Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, werden an einen hellen, kühlen, aber frostfreien Platz gebracht. Spezielle Pflanzenlampen können gegen Dunkelheit helfen.
Kübelpflanzen, die frostbeständiger sind, können im Freien bleiben, doch brauchen sie Schutz. Kokosmatten, Noppenfolien oder Styropor eignen sich. Auch bedingt winterharte Pflanzen im Freiland, die ausgepflanzt sind, können auf diese Weise geschützt werden. Bei einigen Pflanzen genügt es, Rindenmulch anzuhäufeln.
Obstbäume können mit einem Kalkanstrich vor Spannungsrissen geschützt werden. Der weiße Anstrich reflektiert die Sonnenstrahlen und sorgt dafür, dass sich der Baumstamm langsamer erwärmt.
Gräser wie Pampasgras werden zu einem Schopf zusammengebunden. So wird das Innere vor Feuchtigkeit und Fäulnis geschützt.
Zwiebeln und Knollen von empfindlichen Pflanzen wie Dahlien, Gladiolen, Knollenbegonien oder Freesien werden bis Ende Oktober ausgegraben und an einem trockenen, frostfreien Platz überwintert.
Pflege von Gartengeräten
Gartengeräte wie Hacken, Spaten und Schaufeln sollten gründlich von anhaftender Erde gereinigt werden. Flugrost lässt sich mit Stahlwolle oder einer Drahtbürste entfernen. Anschließend werden die Metallblätter mit biologisch abbaubarem Öl eingerieben. So wird das Metall vor erneuter Rostbildung geschützt und die Lebensdauer der Gartengeräte verlängert.
Geräte mit Holzstielen sollten möglichst trocken gelagert werden, um das Aufquellen des Holzes zu verhindern.
Akkus von Gartengeräten werden vor der Winterpause zu 70 bis 80 Prozent aufgeladen und frostfrei gelagert.
Der Gartenschlauch wird komplett entleert, aufgerollt und verstaut. Er sollte nicht im Freien bleiben, da das Material dann spröde und brüchig wird. Der Gartenschlauch sollte auf dem Schlauchwagen aufgerollt oder hängend gelagert werden.
Schutz von Wasserleitungen und Regentonnen
Außerhalb des Hauses verlegte Wasserleitungen sind frostgefährdet und müssen vor dem Frosteinbruch entleert werden. Moderne Außenhähne können sich selbst entleeren. Bei älteren Wasserhähnen wird der Zulauf abgestellt und dann der Hahn manuell entleert.
Regentonnen sollten entleert werden. Trockenheitsempfindliche Pflanzen werden damit gegossen.














